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Geschichten

Wir haben Ex-KreativKader-Schüler gefragt, wie es ihnen während ihrer Ausbildungszeit so erging.

Florian Dahlmanns

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Der Kader - Ein Erlebnisbericht!
Erstens kommt es anders und zweitens als... nein! Nochmal neu. Abgedroschene Phrasen haben am Kader keinen Platz. Schließlich geht’s darum, eigene Wortschöpfungen zu kreieren. Idealerweise solche, die sich ins Langzeitgedächtnis der Rezipienten brennen und dort ein Feuer der Begeisterung entfachen.

Trotzdem: In diesem Fall darf eine Ausnahme gemacht werden. Denn erstens kam mit dem Kader-Jahr tatsächlich alles anders und zweitens als gedacht.

Spulen wir an den Anfang. Kindergarten, Schule, Abitur. Der gute alte Zivildienst. Und jetzt? Nach einigen Irrungen und Wirrungen reifte die Erkenntnis, dass es „irgendwas mit Sprache“ werden sollte.

Und bloß nichts mit Mathe! Eins und eins zusammenzählen zu können hilft zwar auch dem Werber, doch wertvoller ist, bei der Ergebnisfindung offen für andere Lösungen zu bleiben. Think outside the box – sei kreativ!
Beim Durchforsten potentieller Berufsmöglichkeiten verschlug es mich also schließlich in die kunterbunte Werbewelt. Aha. Copywriter. Das ist ein Beruf? Ja! „Wie geil ist das denn?“, war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss. Ich muss also doch nicht in einer Bibliothek verstauben!

So kam eins zum anderen (und alles anders). Auf den letzten Drücker reichte ich meine Bewerbungsunterlagen ein – kurz darauf fand ich mich am Kader wieder. Und in einer großen Agentur. Alles war neu, alles war vielversprechend. Zugegeben, phasenweise war die Doppelbelastung kräftezehrend. Neben dem Texten wurden auch viele andere Inhalte vermittelt (anders als man denkt). Häufig wurden wir dafür wieder im Kader aufgepäppelt – von der Schulleitung, den Dozenten oder der stets gefüllten Keksdose.

Was bleibt zu sagen? Der Kader war eine Zäsur. Ein Hafen für manch Schiffbrüchigen, der vorher im diffusen Ozean der Generation Y oder Z umhergetrieben ist. Ein Hort für Kreative, Schreiberlinge und jene, die es werden wollen. Zum Schluss, um nicht völlig im Pathos zu versinken: Es war schön, aber einmal reicht!

Florian Dahlmanns, Kaderschüler des 11. Jahrgangs in Düsseldorf, 2016/2017

Michelle Schmitz

7 Fragen an einen Ex-Kadetten, die du dich niemals trauen würdest zu stellen

Texten – Kann das nicht eigentlich jeder?
Sagen wir es mal so: Jeder, der eine Computertastatur bedienen kann, ist auch in der Lage Texte in einem Word Dokument zu verfassen. Ob das Ergebnis irgendjemand in Zukunft lesen möchte, ist eine andere Sache. Einen Text von einem guten Text zu unterscheiden, lernt man mit der Zeit im Unterricht und von anderen Kreativen in der Agentur.
Überstunden gehören zum Agenturleben dazu. Es ist sogar von einer 50-60 Stundenwoche die Rede. Warum tut man sich das an?
Leidenschaft. Wenn man für eine Sache brennt, dann ist man auch bereit Zeit und Nerven dafür zu investieren – das gilt auch fürs Texten. Wer Lust auf Werbung und gute Ideen hat, nimmt es in Kauf neben einem Full-Time-Job die Schulbank zu drücken oder auch mal eine Nachtschicht einzulegen.
Was sagen deine Eltern, Familie und Freunde dazu, dass du jetzt in der Werbebranche arbeitest?
Meine Eltern waren einfach nur froh, dass ich das Selbstfindungsjahr in Australien übersprungen und direkt etwas angefangen habe. Ich werde zwar immer noch von Bekannten gefragt warum ich denn nicht BWL oder irgendwas mit Medien studiere. Aber jeder der mich gut kennt weiß, dass ich Abwechslung, Herausforderungen und ein bisschen Wahnsinn brauche.
Was ist dran an dem Sex, Drugs and Rockn’n’Roll Klischee?
Wer sich die Werbewelt wie bei Mad Man vorstellt, den muss ich leider enttäuschen. Es wird in den Agenturen mit Sicherheit mehr gearbeitet als gefeiert. Trotzdem gibt es die ein oder andere Veranstaltung, wo man sich mit Kollegen treffen und neue Leute aus der Branche kennen lernen kann.

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Warum macht man etwas, das eigentlich keiner sehen will?
Wer gibt schon offen zu, dass ihn eine Werbung zum Kauf eines Produktes gebracht hat. Am Ende sieht man an den Zahlen, wie gut die Werbung funktioniert hat, obwohl sich niemand dafür interessiert.
Warum hast du dich für eine Ausbildung in Düsseldorf entschieden? Und nicht in Berlin oder Hamburg?
Düsseldorf beweist, dass man nicht in einer Metropole wohnen muss um Karriere in der Werbung zu machen. Nicht umsonst haben hier viele große Networkagenturen ihren Standort.
Wenn du gewusst hättest, was im Kreativ Kader auf dich zu kommt, hättest du es trotzdem gemacht?
Ja auf jeden Fall. Ein duales Studium ist einfach mit Zeit und Arbeit verbunden. Warum sollte das im Kreativ Kader anders sein? Es ist natürlich super wenn man talentiert ist, dann fällt einem vieles leichter. Aber um die Hausarbeiten und die Abschlussprüfung kommt man nicht herum. Da hilft nur Fleiß und gutes Zeitmanagement. Dafür kann man aber viel Know-how aus unterschiedlichsten Bereichen mitnehmen, lernt interessante Leute aus der Branche kennen und hat mit dem Diplom eine gute Basis, um als Junior Texter in den Beruf einzusteigen.

Michelle Schmitz, Kaderschülerin des 11. Jahrgangs in Düsseldorf, 2016/2017

Lars Schütz

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Geh nicht zum Kader.

Richtig gelesen. Die anderen Texte hier drehen sich darum, warum man zum KreativKader gehen sollte.
Dieser beschäftigt sich damit, warum man es nicht tun sollte.
Aber grenzen wir das Ganze erst mal ein:

Wenn du hauptsächlich in die Werbung willst, um auf der Arbeit mit Nerf-Guns rumzuballern,
am Kicker zu hängen oder stundenlang YouTube-Videos zu gucken, dann geh nicht zum Kader.

Wenn du denkst, du hast Schreiberfahrung, weil du ein Blog mit 14 Posts
und 3 Followern (einer du selbst) hast, dann geh nicht zum Kader.

Wenn du jeden Abend um 18 Uhr den Stift fallen lässt,
wenn du nicht weißt, wann du "dass" oder "das" benutzen musst,
wenn du Wutattacken bekommst, weil dein Chef 9,5 deiner 10 Ideen abschießt,
oder wenn du es für übertrieben hältst, für eine einzige Anzeige 50 verschiedene Headline-Vorschläge zu schreiben,
dann geh nicht zum Kader. Wenn du dich nicht mit der erstbesten, aber schon mit der viertbesten Idee zufrieden gibst, dann geh nicht zum Kader.

Wenn du eigentlich nur Texter werden willst, weil du Mad Men cool fandest,
wenn du dich nicht für ein Studium oder eine Ausbildung entscheiden konntest und das Kader eine Notlösung ist,
wenn du dich in der Werbung künstlerisch selbstverwirklichen willst,
oder wenn du schnell viel Geld verdienen willst,
dann geh nicht zum Kader.

Aber wenn keine dieser Sachen - oder nur ganz wenige - auf dich zutreffen, dann geh unbedingt zum Kader. Es könnte die beste Entscheidung deines Lebens sein.

Lars Schütz, Kaderschüler, 8. Jahrgang 2013/2014 in Düsseldorf

Fabian Zaiss

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Wenn Schule nur immer so gewesen wäre.

Die anderen Kinder alle nett, Raucherpause mit dem Lehrer und für Unsinn gibt´s statt blauem Brief ein Diplom.

Draussen war es furchtbar kalt und im Kreativkader brannte Licht.Als Texter schreibt man viel für den Papierkorb. Das habe ich gelernt.

Und noch:

  • Kurze Sätze sind gut.
  • Bullet points auch.
  • Adjektive nicht so.
  • Jeder Mensch mag Tiere.
  • Oft ziehen einfache Lines am besten.

Drum:

Kaufen Sie Kreativkader! Es ist ausgezeichnet!

Fabian Zaiss, Kaderschüler, 7. Studiengang 2012/2013 in Düsseldorf

Alexander Karim

Ich war 2008/2009 Schüler beim KreativKader in Düsseldorf, was ein sehr geiles Jahr war.
Selbst wenn man die neue Stadt und die WG ausblendet und sich nur auf den Kader fokussiert, kann ich mir das Grinsen schlecht verkneifen.
Ohne großartig ins Detail zu gehen, war der für mich persönlich wichtigste Punkt schnell erfüllt: die Stimmung. Die war einfach spitze.

Sowohl die Dozenten als auch die Schüler verstanden sich auf Anhieb gut. Das „Du“ wird einem von Anfang an angeboten und mit der Zeit lernten wir auch die Lehrkräfte besser kennen.

Sie ließen es sich nicht nehmen, mit uns die kleinen Pausen zu verbringen, um über Gott und die Werbewelt zu reden. Mal in kleinen Gruppen, mal einzeln sind wir die Aufgaben angegangen. Ohne Druck lässt es sich eben freier arbeiten.

Die Freiheit hat man sich auch genommen. Oberlehrerhaften Anschiss hat es noch nie gegeben, was mit Sicherheit nicht daran lag, dass es keine Gründe dafür gegeben hätte, aber beim Kader gibt es eben keine Standards.

Die lassen einen sein, wie man nun mal ist. Trotz der lockeren Art sind die Unterrichtsstunden nicht im Chaos versunken, was natürlich daran lag, dass es einfach Spaß gemacht hat.

Gut so, denn nach der Arbeit zur FH fahren, um da noch mal 3 Stunden zu sitzen, schien anfangs nicht so berauschend. Im Endeffekt hätte ich durchaus kein Problem damit gehabt wenn der Unterricht noch ein Jahr länger gedauert hätte... und das will was heißen. Ich könnte zum Unterricht und zu den Dozenten auch etwas schreiben, aber das würde den finanziellen Rahmen des Kaders sprengen.

Schließlich haben sie mir mit ihrem Netzwerk direkt nach der Ausbildung einen Platz in einer Agentur verschaffen können und nun darf ich für mein Getippe Unsummen von Geld verlangen... oder auch nicht. Schließlich habe ich der Schule einiges zu verdanken.
Das ist ziemlich viel Text, dafür dass ich am Ende nur sagen will: macht euch am Besten selber ein Bild und vor allem viel Spaß!

Alexander Karim, Text-Schüler, 2. Jahrgang in Düsseldorf, 2009/2010

Claus Karcheter

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Meine Freunde haben Wetten gegen mich abgeschlossen. Alle haben verloren, denn ich habe es durchgezogen.

Ich war dabei, nach dem Fachabitur noch mein Vollabitur auf dem zweiten Bildungsweg zu machen, als ich einen Bekannten traf, der mir von der Berufung des Texters erzählte.
Spaß am Schreiben, Kreativität, Belastbarkeit und Trinkfestigkeit, nannte er als Vorraussetzung. Fand ich gut.

Also hab ich den Copy Test beim KreativKader gemacht und wurde zum Glück genommen. Das Schwierigste für mich war es, einen Kredit zu bekommen. Aber auch das hat irgendwie geklappt.

Ein Jahr lang auf Sparflamme leben und auch mal am Wochenende oder bis tief in die Nacht zu arbeiten, das war völlig in Ordnung, und in den meisten Agenturen wird man sehr gut verpflegt. Ich denke, man kann in den ersten Wochen sagen, ob der Beruf etwas für einen ist oder nicht. Für mich war klar, das ist es.
Das Ausbildungsjahr war sehr lehrreich. Ich wurde auch optimal auf das Leben nach dem Kader vorbereitet. Und das Beste ist, durch die vielen Kontakte stand nach dem Jahr keiner unseres Jahrgangs ohne Anstellung da.

Ich bin zu den Freunden des Hauses gekommen und wurde jetzt übernommen und bin sehr zufrieden. Zum KreativKader zu gehen, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Februar 2012, Claus Karcheter, 5. Jahrgang in Düsseldorf

Anita Sperling

„Arschbacken zusammenkneifen“ – das war mein Mantra und meine Antwort für alle, die mich mit mitleidigem Blick fragten: „Wie schafft du das nur?“

Mein Kaderjahr 2010/2011war kein Zuckerschlecken, keine Frage: jeden Tag 4 Std. pendeln, aufstehen um 6 Uhr, von 9–18 Uhr arbeiten, 3x die Woche Unterricht bis 21 Uhr, d.h. vor 23 Uhr war ich an diesen Tagen nicht zu Hause. Ach und meine 5-jährigen Zwillinge habe ich im wachen Zustand lediglich am Donnerstag und Freitag nach der Arbeit sowie am Wochenende erlebt (vorausgesetzt wir hatten am Samstag keinen Unterricht).

Wenn ich zurückblicke, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht mehr, wie ich das hinbekommen habe. Im Nachhinein ist es auch total egal. Was zählt ist, dass ich es geschafft habe – und zwar nicht nur meinen Texter-Abschluss. Meine Ausbilderagentur hat mich ohne zu zögern übernommen, und das sogar einen Monat bevor mein Lehrvertrag auslief.

anitasperling

Ohne Kader wäre ich vielleicht auch soweit gekommen, aber ich hätte nie die tollen Menschen getroffen und nie so viel gelernt. Natürlich gab es Tage die schwer waren, aber die meisten Tage waren einfach nur schwer zu toppen. Die Mitschüler und Dozenten sind, wie man auch von früheren Jahrgängen ständig hört, immer genau die Mischung, die man braucht, um gerne hinzugehen.
Und deshalb war mein Kaderjahr 2010 in Düsseldorf auf jeden Fall eins: die schönste Tortur der Welt.

Anita Sperling, 2012, Text-Schülerin, 5. Jahrgang in Düsseldorf

Jens-Ove Kiehne

Komm, noch ein Mal, bevor ich zu alt werde für den Mist. Mit 36 nochmal ins kalte Wasser springen und erneut die Schulbank drücken?

Hm, eigentlich dachte ich, dass ich damit vor 12 Jahren entgültig Schluss gemacht hatte. Ok, noch ein Mal, bevor ich zu alt werde für den Mist. Tja, es kütt halt, wie es kütt.

Vor dem ersten Treffen war ich doch ziemlich nervös, wusste ich doch nicht, wer mich so alles erwartet. Nach dem ersten Treffen war klar, dass es schlimmer war, als erwartet. Leute, die ähnlich dumme Ideen haben, die keinen guten Spruch auslassen, sich mit ausgesuchter Höflichkeit Wortduelle lieferten und einen Lebensstil pflegten, der so ganz der Meine war...

Wo gibts denn sowas??? Ich fühlte mich auf Anhieb wohl und im Laufe des Studienganges wurde es immer besser. Der KK5 ist - zumindest meiner Meinung nach - zu einer coolen Gemeinschaft geworden und ich bin echt froh, dass ich die Leute und die Wissensvermittler/Innen kennenlernen durfte.

Ich habe keine Minute bereut, dass ich den Schritt ins kalte Wasser unternommen habe. Es gäbe deutlich mehr zu erzählen, aber soviel Platz ist nu auch nicht. Man muss es einfach selbst erlebt haben. Ich glaube, ich melde mich nochmal an. Hm, eigentlich bin ich doch schon zu alt für den Mist. Äh...nein! Dafür ist man nie zu alt.

In diesem Sinne: Dank u well, Kader-Team!

Jens-Ove Kiehne, Text-Schüler, KreativKader, 5. Jahrgang, 2010 / 20111

Tanja Dringenberg

Bei Hakle Feucht infantil,
beim Bingo aber sehr subtil,
reichlich Samtkragengenuss,
ein wenig geistiger Erguss,
Starbucksanekdoten,
weitere sich wiederholende Schoten,
Calgon bis zum Erbrechen,
sympathisch marode Kaderflächen,
Altbierschädelleid, Keksneid und Erholung höchstens light,
Kader, dat war ´ne Zeit!

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Tanja Dringenberg, Kaderschülerin, 7. Jahrgang, 2012/2013

Christian Luchtenberg

Christian Luchtenberg, Texter bei der Agentur "HAVAS" in Düsseldorf:
KreativKader - Just do it!

So einfach wie offensichtlich geklaut könnte man es ausdrücken und dabei belassen. Es muss ja nicht immer eine Longcopy* sein.Aber wie das nun mal so ist, wenn Texter Zeit zum schreiben haben:Wer es liebt zu schreiben, aber nicht unbedingt Romane, wer sich gerne Neues ausdenkt, oder Spaß daran hat, alte Ideen solange zu mischen, matschen und pürieren, bis der fein abgeschmeckte Gedankenbrei nichts mehr mit den ursprünglichen Zutaten zu tun hat,wer kein Problem damit hat, auch mal loszulassen und den Mülleimer zu einem Massengrab für lieb gewonnene, doch längst tote Ideen umzufunktionieren,wer gerne mit anderen zusammenarbeitet und solange an Ideen schraubt und feilt, bis sie real werden, sich aber nicht für Schmieröl, Kettenfett und Auspuffgas in einer Tuningwerkstatt begeistern kann, wer von seinen Freunden oft für verrückt oder albern gehalten wird, weil kein Gedanke, keine Wortschöpfung keine noch so abgeschissene Idee tabu ist und einfach raus muss, um sich zu entfalten, zu entwickeln oder auf erbärmliche Art und Weise zu krepieren, wer gar nicht mehr aufhören mag, und sich schnell in Gedanken verheddert und verfängt und wem die Wörter und Worte einfach nur immer weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter und weiter aus den Fingern fließen, bis die Tastatur knarzt und bricht, wer all das hat und kann und will oder noch lernen möchte und dabei nicht völlig talentfrei ist, ist im KreativKader bestens aufgehoben.

Die Lehrer sind so fordernd wie fördernd und... Nein. Ich mach hier ausnahmsweise mal keine Werbung (siehe Fußnoten) oder gebe Garantien für etwas, dass jeder selbst für sich herausfinden muss. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass einem sehr schnell klar wird, ob man im KreativKader richtig ist oder nicht. Aber, und hier maße ich mir ausnahmsweise an, im Namen des gesamten KK5 in völliger Redundanz zu sprechen: Wenn man dort richtig ist, dann aber so richtig richtig! KreativKader - I’m lovin’ it!
Danke,
Danny, Anja, Steffanie, Michael, Helmut, Rob, Arnd, Martin, Jennifer, Jens, Christine, Dirk, Sebastian, Marianne, Gero, dem ganzen KK5, Dingens, Bummens, meinem schlechten Namensgedächtnis und meiner Entschuldigung dafür.
LG,macht weiter so, Christian Luchtenberg

[1] Longcopy, die: etliche Wörter, so wie hier, die mehr oder weniger in einem sinnvollen Zusammenhang zueinander und im Bezug auf ein oder mehrere Produkte über/unter/neben/auf/hinter der Kritzelei eines Arties oder aber solo auf einer bedruck-, belicht-, oder anderweitig sichtlich veränderbaren Fläche stehen. Wobei die Fläche nicht immer flach oder real existent sein muss. Aber so kompliziert ist es gar nicht, ich kann nur sehr sehr schlecht erklären, weshalb ich auch noch kein Kaderlehrer bin.
[1] „Man kann nicht keine Werbung machen.“ – wahrscheinlich auch von Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg

Christian Luchtenberg, Text-Schüler 5. Jahrgang , KreativKader Düsseldorf 2010/2011

Christina Kerken

Der Kader war für mich ein wichtiger Schritt an einem Wendepunkt in meinem Leben. Nochmal alles umkrempeln, neu starten und die Vergangenheit hinter sich lassen.
Ja, ich kann nur jedem dringend und unbedingt dazu raten. Ohne jemals etwas mit Werbung zu tun gehabt zu haben, bekomme ich gleich die Chance in der besten Agentur mit den Besten zusammenzuarbeiten.
Ich werde ins kalte Wasser geworfen: Das ABC der Werbung - Adaptionen, Briefings, Castings, Studiotermine, Goldideen....ich lerne zu schwimmen...!
Die Tage sind die längsten meines Lebens, die Nächte die kürzesten. Agentur und Kader, Arbeit und Hausaufgaben - im Kopf immer das aktuellste Briefing und der Gedanke an die Diplomarbeit.
Wir arbeiten am Limit - für einen Stundenlohn, den man NIEMALS ausrechnen sollte - nach dem Motto: „Mehr arbeiten, härter arbeiten, länger arbeiten – aber auch und ausdrücklich: Spaß haben, Spaß haben, Spaß haben!!!“ (Danke an Herrn Steller für dieses wundervolle Mantra, das während meiner gesamten Agenturzeit meine Pinnwand schmückte.)

Unser Talent wird gefördert und wir gleichermaßen gefordert.
Wenn ich in den letzten 10 Monaten über Stress, Zeit- und Geldmangel gejammert habe, dann auf ganz hohem Niveau. Denn ich hatte die Zeit meines Lebens. Ich konnte genau das machen, was ich wollte: Schreiben, kreativ sein, Ideen entwickeln, verwerfen, neu finden, umsetzen...- und das an jedem verdammten Tag.
Ich habe wahnsinnig viel gelernt. Über die Branche (die nicht immer und nur ein riesiger Spielplatz ist), die Menschen (vom Werber im Poloshirt bis zu dem Typen, der im Obelix-Kostüm in der Agentur erscheint), die Arbeit (es gibt keine festen Arbeitszeiten, dafür Deadlines, Verschlimmbesserungen durch den Kunden und Egos, die zurückstecken müssen) und über mich.

Keiner urteilt über das, was du vorher gemacht hast, wer du bist, woher du kommst. Schuhverkäufer, Langzeitstudent, Schulabbrecher – alle, die das Talent und den Willen haben, sind willkommen und werden ihren Platz finden.

Fazit: Kreativ Kader – Die beste Entscheidung meines Lebens.

Christina Kerken, Kader-Schülerin, 7. Jahrgang 2012/2013 in Düsseldorf

Eric Markowski

Eric Markowski, Texter bei der Agentur "Serviceplan" in Hamburg:

„Papa, ich breche meine Ausbildung ab und werde Werber...“
Seit diesem Satz sind mittlerweile gute 16 Monate vergangen.
Und glaubt mir Leute – die waren kein Spaziergang! Vor allem nicht für so einen Chaoten wie mich...Die Zeit vor meinem Besuch am Kader war ziemlich merkwürdig.

Obwohl ich immer etwas zu tun hatte, war mir doch ständig langweilig. Nichts konnte meine Aufmerksamkeit lange fesseln. Meine Jobs und meine Ausbildung haben mich nicht erfüllt und so allmählich wuchs meine Angst vor einer grauen und langweiligen Zukunft. Doch dann, beim schon fast alltäglich gewordenen googlen nach einem besseren Leben, stieß ich auf das Berufsbild des „Werbetexters“. Beim lesen der Jobbeschreibung wurden meine Augen immer größer: „Erstellung von Radio- und Fernsehspots; arbeiten in einem jungen kreativen Team, Art-Partner!“ (und ich könnte schwören auch irgendwo etwas von Sex, Drugs & Rock ‘n‘ Roll gelesen zu haben!). Die Sache war für mich klar: Ich werde Werbetexter! ... doch wie?!

Ich schnell zurück zu Google...“Wie werde ich Werbetexter?“ eingegeben und kurz gewartet. Bin sofort auf der Seite des Kaders gelandet und habe mich auch gleich beworben – und wurde zum Glück auch genommen. Die ersten Monate waren echt krass... plötzlich arbeitete ich für das erfolgreichste Werbenetzwerk der Welt. Habe Texte für riesige Unternehmen geschrieben, war in Studios und habe natürlich hart gefeiert.

Abends waren wir im Kader und haben erste Kontakte zu erfolgreichen Werbern (unseren Dozenten und zukünftigen ChefsJ) geschlossen. Danach haben mein Partner und ich meistens die Diplomarbeit geschrieben und am Ende gemeinsam die Prüfung gerockt ;) Puhh, jetzt bin ich ziemlich abgeschweift... was ich damit eigentlich nur sagen wollte: Der Kader ist mehr als eine Lehreinrichtung! Es ist vielmehr eine Tür. Wenn du dich dazu entscheidest Sie zu öffnen, bietet er dir einen Ausweg aus dem grauen Alltag. Hinein in einen echt anspruchsvollen Job, der dich viel Zeit kosten, dein Leben auf den Kopf stellen aber dich dafür reich belohnen wird – und das nicht nur materiell.

Ich verdanke dem Kader sehr viel und möchte mich an dieser Stelle nochmals ganz ehrlich bedanken! Danke!
Eric, der Junior-Texter aus HH

Eric Markowski, Texter-Schüler KreativKader